Methodologie

Wie KI-Radar Tools bewertet

Der Radar-Score ist keine Herstellerwertung und keine Kaufempfehlung. Er ist eine redaktionelle Ersteinschätzung für deutsche Unternehmen, Kanzleien und Fachbereiche, die ein Tool in eine Shortlist aufnehmen oder ausschließen müssen.

Radar-Score

Sechs Kriterien statt Modell-Hype

Ein KI-Tool kann im Demo stark wirken und im Alltag trotzdem scheitern. Deshalb bewertet KI-Radar nicht nur Modellqualität, sondern auch Datenrisiko, Betriebsfähigkeit, Rechte, Integrationen, Kostenlogik und Nachvollziehbarkeit.

25 %

Quellenqualität und Fachabdeckung

Bewertet wird, ob ein Tool nur generisch formuliert oder belastbare Quellen, Fachinhalte, lange Dokumente und überprüfbare Antworten unterstützt.

20 %

DSGVO, Sicherheit und AI-Act-Risiko

Wichtig sind Datenverarbeitung, Training, Löschung, Auftragsverarbeitung, Datenresidenz, Auditierbarkeit und Risiko im EU-Kontext.

20 %

Integrationen und Betriebsfähigkeit

Ein Tool gewinnt, wenn es in Microsoft 365, Google Workspace, DMS, CRM, Helpdesk, DATEV, GRC oder interne Wissensquellen passt.

15 %

Admin-, Rollen- und Governance-Funktionen

SSO, Rollenrechte, SCIM, Protokollierung, Richtlinien, Export, Freigabeprozesse und zentrale Verwaltung sind für Unternehmen wichtiger als Demo-Effekte.

10 %

Preis-Leistungs-Verhältnis

Preisindikatoren werden mit Einsatzbreite, Vertragsmodell, Nutzerzahl, Verbrauchslogik und erwartbarem Nutzen im Pilot abgeglichen.

10 %

Support und Dokumentation

Pluspunkte gibt es für klare Dokumentation, deutschsprachige oder DACH-nahe Unterstützung, transparente Roadmaps und verlässliche Anbieterkommunikation.

Beschaffungsrealität

Warum Preise als Indikatoren formuliert sind

Viele Enterprise-Anbieter nennen keine verbindlichen Listenpreise. Öffentliche Preise beziehen sich häufig auf Team-, Business- oder Self-Service-Pläne, während Enterprise Angebote nach Nutzerzahl, Laufzeit, Support, Region, Compliance und Integration kalkuliert werden.

KI-Radar nennt deshalb Preisindikatoren und markiert Sales-Angebote als „auf Anfrage“. Vor Vertragsschluss müssen Unternehmen aktuelle Anbieterunterlagen, AVV/DPA, Sicherheitsdokumentation und Angebotsbedingungen prüfen.

Grenzen

Was der Score nicht ersetzt

Der Score ersetzt keine Rechts-, Steuer-, Datenschutz- oder IT-Sicherheitsberatung. Er ersetzt auch keinen eigenen Pilot. Er soll helfen, die richtigen Fragen schneller zu stellen und ungeeignete Tools früher auszusortieren.

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